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Blutdatenbank für Hunde

 

 

 

Hier werde ich Geschichten über Hunde aufschreiben, mit denen ich besondere Erlebnisse hatte

 

Saeczmo - ein Hund für besondere Aufgaben

Der 17.01.2009 war für mich ein ganz besonderer Tag - das muß ich einfach erzählen. Vor einigen Tagen hat eine Freundin eine Anfrage in mein Forum gestellt, dass eine besondere Familie einen Familien- u. Wachhund sucht. Sie wollten eigentlich einen halbwüchsigen oder erwachsenen Kangal aus dem Tierschutz, da der Hund zwar Familienanschluß haben soll, aber der Hauptgrund für die Anschaffung ursprünglich darin bestand, dass in ihrer Gegend immer mehr eingebrochen wird.

Ein Kangal hätte da aber absolut nicht hingepasst und auch kein fast oder ganz erwachsener Hund, denn die Familie hat ein besonderes Kind. Die 13-jährige Tochter hat mehrere Handicaps und zeigt zeitweise ein Verhalten, das sehr viel Toleranz und Nervenstärke vom Hund erfordert. Wir waren also der Meinung, dass da ein Hund hin muß, der “dicht machen” kann und am besten ein ganz junger Hund, der von klein auf lernt, dass die “Anfälle” des Mädchens nichts schlimmes ist.

Da wir ja noch Welpen haben und Saeczmo so einer ist, den man kaum beeindrucken kann, habe ich angerufen und mir mehr Infos geholt. Ich hatte zwei sehr lange und gute Telefonate mit der Mutter und wir sind überein gekommen, dass ein Besuch bei uns für ihre Tochter eine totale Reizüberflutung und somit eine zu große Belastung wäre. Also habe ich angeboten, dass ich mit Saeczmo und Joejoe dort hinfahre, damit wir einschätzen können, ob ein Podhalaner im Allgemeinen und Saeczmo, im Besonderen zu dieser Familie passt.

Ich muß zugeben, dass ich ein bißchen Angst vor der Begegnung hatte, da ich noch nie wirklich Kontakt mit Menschen hatte, die starke Handicaps haben und da deutliche Berührungsängste habe. Als wir da hin kamen, wurden wir sowas von herzlich empfangen, dass wir uns sofort wohl gefühlt haben. Joejoe, der mit seinen 7 Jahren zwar schon diverse Ausstellungshallen gesehen hat, aber noch nie in einer fremden Wohnung war und es auch wirklich nicht mit fremden Menschen hat, hat nur ganz kurz gezögert und ist dann problemlos da mit rein. Saeczmo ist ins Haus marschiert, als ob ihm das schon länger gehört und ist sofort zu dem Mädchen, das spielend auf dem Boden sass.

Sie hat zuerst versucht, ihn zu ignorieren, zeigte auch schnell deutlich, dass sie Besuch nicht wirklich prickelnd findet und verschwand erstmal in ihr Zimmer. Eine Freundin, die ganz in der Nähe wohnt, kam auch, da sie sich angeboten hat, im Falle eines Falles als Hundesitterin zur Verfügung zu stehen. Wir haben uns dann erstmal mit den Eltern und der älteren Schwester unterhalten und ich konnte mit Erstaunen beobachten, dass es auch fremde Menschen gibt, die sogar mein Joejoe gut findet.

Die meiste Zeit lag er zwar zu meinen Füssen oder hatte ein Auge auf Nico, aber er stand mehrmals auf und ging zielstrebig zur Hausherrin und holte sich dort Streicheleinheiten - wer ihn kennt, weiß was das für eine Sensation war.

Zwischendurch kam das Mädchen immer wieder mal runter, aber nicht wieder ins Zimmer. Anscheinend bekam sie aber mit, dass der kleine Hund wahrscheinlich bleibt und zeigte plötzlich sehr viel Interesse an uns. Sie nahm Saeczmo in den Arm und ihre Augen leuchteten - ich kann gar nicht beschreiben, was ich in dem Moment empfunden habe. Ihre Mutter hatte mir ja schon vorher erzählt, dass sie eher grobmotorisch und manchmal recht grob ist. Das Bild, was sich uns da bot, war das genaue Gegenteil. Ganz vorsichtig verschwanden ihre Hände in dem Plüschfell. Ihre Augen strahlten, der Mund formte sich zu einem Lächeln. Ganz sanft zog sie den Hund an sich und wirklich jeder konnte sehen, dass der Hund diesem Kind etwas zu bieten hat.

Sie kam dann zu mir und versuchte mit mir zu reden - sie kann nicht gut sprechen - sie lautiert und das relativr laut und sie bewegt sich auch anders als gesunde Menschen und als sie so auf zu “polterte”, fürchtete ich, dass Joejoe gleich aufspringt und sie womöglich auch noch anbellt. Aber nein - er blieb ganz ruhig liegen und schaute nur zu ihr hoch und nicht mal als sie sich bückte und eine Körperhaltung einnahm, die ein Hund bei einem Fremden leicht als Bedrohung auffasst, blieb er ganz ruhig und sie durfte ihn sogar anfassen. Ich konnte es kaum glauben. Und Saeczmo war eh die Ruhe selbst und suchte von sich aus immer wieder den Kontakt zu diesem besonderen Mädchen.

Und so waren uns auch alle einig, dass es passt und Saeczmo sollte bleiben. Es wurde dann darüber gesprochen, dass der Hund dann abends noch mal raus und schon sauste das Mädel los, zog sich Schuhe und Jacke an und war bereit spazieren zu gehen. Dieses Kind zieht sich sonst nicht gern an und geht auch nicht gern raus. Die Eltern guckten sich an und konnten es nicht fassen.

Saeczmo konnte natürlich noch nicht wirklich spazieren gehen, also gingen wir raus und ich gab ihr die Leine von Joejoe in die Hand. Etwas, was normalerweise nur auf Ausstellungsgeländen funktioniert - sonst geht er mit niemanden mit. Gestern guckte er zwar ab und zu, ob mein Sohn und ich in der Nähe sind, aber er lies sich problemlos von dem Mädchen führen - ich kam aus dem Staunen nicht mehr raus.

Als wir uns verabschiedeten, nahm dieses Mädchen mich ganz selbstverständlich in den Arm - einmal, zweimal, dreimal und strahlte über das ganze Gesicht. Das war so ein unbeschreiblich schönes Gefühl. Auch meinen Sohn und meine Freundin nahm sie zum Abschied in den Arm und als sie rein ging, winkte sie uns und strahlte immer noch.

Es ist immer ein schönes Gefühl, wenn Menschen einen Welpen übernehmen und ich das Gefühl habe, dass der Hund dazu beitragen wird, dass diese Menschen noch ein bißchen glücklicherer werden, aber das Glück dieses Mädchens zu sehen, war absolut unvergleichlich - ich finde einfach nicht die richtigen Worte dafür.

Der Nachmittag bei dieser wundervollen Familie war das schönste, was ich bisher in 20 Jahren Hundezucht erleben durfte.

Heute vormittag haben wir telefoniert. Auch heute früh, hat das Mädel sich freiwillig angezogen und ist sogar zum Brötchen holen mitgefahren. Tut sie sonst nicht gern, weil es langweilig ist, aber als sie hörte, der Hund kommt mit, war sie mit Begeisterung dabei.

Die Mutter ist überwältig. Sie hatte gehofft, dass der Hund langfristig einen positiven Einfluss auf das Mädchen hat, aber dass sie so spontan und so extrem positiv reagiert, hatte sie nicht mal ansatzweise zu hoffen gewagt. Gleich morgen wird sie sich erkundigen, wie man einen Hund zum Therapiehund ausbildet, denn Saeczmo soll auch noch anderen Kindern ein Lächeln ins Gesicht zaubern.


Dass Saeczmo wohl ein recht großer und imposanter Rüde wird, der abschreckend auf Einbrecher wirkt, ist zwar immer noch wichtig, aber jetzt eher nebensächlich.

Es war von Anfang an meine Motivation für die Zucht, dass ich Menschen mit unseren Welpen glücklich machen möchte, aber wenn es wirklich möglich ist, Saeczmo zu einem Therapiehund auszubilden, kann es gut sein, dass meine Zucht in Zukunft noch einen ganz anderen Sinn bekommt.

Ich danke dem Schicksal für diesen ganz besonderen Tag mit diesem beeindruckendem Erlebnis.

Ich finde, auf dem Foto guckt Saeczmo schon so, als wüßte er genau, dass er für eine ganz besondere Aufgabe geboren wurde


                                                                                                                                                                   

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Dies ist eine Infoseite über den Polski Owczarek Podhalanski, den großen weißen Hirtenhund aus Polen, auch Podhalaner genannt und den Noyo-Terrier, eine Neuzüchtung auf Basis des Yorkshire-Terrier
 
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